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Oster-Türchen #24


Holerö liebe Patronauten, Isliebies, Kekskrümel, Psychosaurus-Fans und alle anderen,

jetzt kommt ein Text über Kreativität für alle, die sich selbst UNkreativ finden! Das hier sind nur meine spontanen Gedanken dazu, ich könnte haarsträubend falsch liegen und wenn ihr alles anders seht, dürft ihr diesen ganzen Text gern ausdrucken und zerschreddern. Will nämlich nicht so tun, als wäre ich der Kreativitäts-Experte unter uns, bloß nicht.


„Meine Güte, ich bin echt GAR NICHT kreativ!“, haben mir Leute öfter gesagt. „Ich mag ja die Comics hier, aber wenn ich sowas selbst zeichnen müsste, würde ich schreiend wegrennen! Keine Ahnung, wie das überhaupt geht. Ich brauche was Konkretes, keine leeren Blätter und Stifte!“

„Ach naja, alles Übung.“, sage ich dann meistens. Aber eigentlich will ich in solchen Situationen sagen:

1.: VIELLEICHT habt ihr recht und euer Gehirn tickt wirklich etwas weniger kreativ.

2.: Seid FROH, wenn ihr ein bisschen unkreativer seid! So habt ihr eine riesige Sache weniger am Hals und viel mehr Zeit für andere Dinge, die ihr im Leben machen könnt.


Mich selbst würde ich schon als einigermaßen kreativ bezeichnen. Dazu gehört bei mir (dummerweise?) das Bedürfnis, mich dauernd kreativ auszudrücken. Habe große Teile meiner Freizeit reingesteckt – und zwangsläufig ne Menge anderer Sachen verpasst.

Weniger Freundschaften. Weniger Partys. Weniger Reisen. Weniger Sport. Weniger Erlebnisse. Weniger Beziehungen. Weniger typischer Jugend-Kram. Kein Studium oder Campus-Leben. Und wenn ich nicht das große Glück gehabt hätte, dass sich mit den Krakelcomics alles so toll entwickelt, sähe meine Zukunft vielleicht so aus:

Keine Karriere und nie Geld, aber ganz miese Jobs. Null Perspektive. Familiengründung? Zweifelhaft! Öffentliche Anerkennung für meine kreativen Ergüsse? Unwahrscheinlich! Unzufriedenheit und Frustration? Gut möglich! Alkoholismus? Nicht auszuschließen.


Kann gut sein, dass ich jahrzehntelang schreiben, malen, dichten, filmen, musizieren, komponieren, fotografieren, programmieren, schauspielern, unterhalten oder sonstwas in der Art machen würde. Weil ich andernfalls durchdrehen würde. Ob das alles so super wäre, weiß ich nicht, aber es wäre bestimmt nicht erstrebenswert für die meisten Menschen.

Wie gesagt, das ist alles Theorie, ich hab ja die Comics und ihr seid hier und ich bin echt SAUFROH, wie alles läuft. Aber nur wenige selbsternannte „Künstler“ rutschen in so eine Situation.

Zusammenfassung: ZU viel kreativer Schaffensdrang kann auch ein Schwarzes Loch werden, das ein ganzes Leben verschlingt, ist nicht ungefährlich.


„Stimmt, das wäre jetzt nicht so mein Traum“, würden viele sicher sagen, „aber wie wär’s mit einem kreativen Hobby nebenher? Das wäre doch nett!“

Klar. Kreative Hobbys sind klasse.

Nur vielleicht nicht für Leute, die überzeugt sind, unkreativ zu sein, bisher nie etwas Kreativ-Künstlerisches gemacht haben und sich beim Gedanken an kreative Aufgaben direkt unwohl fühlen und Schweißausbrüche kriegen!

Habe oft den Eindruck, Personen ohne „kreative Ader“ empfinden das als Schwäche oder als etwas, das ihnen im Leben entgeht. Ein magisches Etwas, das andere Menschen besitzen, zu dem sie dagegen keinen rechten Zugang finden.

Ich denke eher, alle haben unterschiedliche Interessen und niemand von uns kann ALLES machen, dafür sind die Tage viel zu kurz. Wenn also kreative Betätigung partout nicht euer Ding ist und ihr im Grunde auch gar nicht so Lust drauf habt, ist das 155% okay, darauf will ich hinaus!


Gibt aber auch Menschen, die im Grunde WIRKLICH gern was Kreatives machen würden. Nur irgendwie… trauen sie sich nie so ganz. Und die sagen auch oft: „Ich bin einfach nicht kreativ“ oder „Ich kann das nicht“. Ohne es wenigstens ne Weile zu probieren.

Neulich hatte ich mal geschrieben, dass mich meine Eltern nie gestoppt haben, wenn ich mich kreativ ausgetobt habe. So viel Glück haben nicht alle Kinder. Eine Person hatte vielleicht nen schlimmen Musik- oder Kunstlehrer oder auf andere Art im Laufe des Lebens in den Kopf gesetzt bekommen, kreativ untauglich zu sein. Oder nicht die Erlaubnis zu haben, auszuprobieren und zu experimentieren, selbst wenn’s anfangs meistens schiefgeht.

Bin nicht sicher, was in so einem Fall zu tun ist. Natürlich würde ich empfehlen: „Schiebt das alles weg, treibt irgendwo in eurem Umfeld ne Gitarre auf (oder was immer ihr machen wollt) und legt los! Heute noch!“. Aber so einfach ist das wahrscheinlich längst nicht.


Vielleicht würde ich noch sagen: „Wisst ihr, was ich ein Stück weiter oben den eher unkreativen Leuten geschrieben habe – jetzt mal ganz unter uns – ich glaube, das stimmt gar nicht wirklich. Es GIBT nämlich keine unkreativen Leute, meiner Ansicht nach. Es gibt nur Menschen, deren Kreativität derzeit ein Stück weit eingeschlafen ist.

Wir werden alle kreativ geboren, andernfalls säße die Menschheit heute immer noch in Höhlen rum und wäre keinen Schritt weiter. Kreativität ist einfach ne Fähigkeit, die mit Übung zunimmt und wer lange nichts Kreatives gemacht hat, braucht manchmal ne ganze Weile, um sich reinzufinden. Sicher fällt’s manchen leichter als anderen, aber alle können das trainieren und besser werden. Egal, wer ihr seid und um welche kreative Tätigkeit es geht. Also schnappt euch die doofe Gitarre! Wenn ihr eine Woche lang übt, krakel ich euch nen Singuin, Deal?“

Naja. So viel zum Kreativitäts-Thema.

Schönen Dienstag!

~ ~ ~

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