Also ich weiß ja nicht, wie viele von euch das wissen, aber bevor das mit den Comics dazwischen kam, wollte ich eiiiigentlich Musik machen. Im Idealfall direkt Rockstar werden, klar, aber irgendwie „Musiker“ hätte ja auch schon gereicht. Ein bisschen naiv war ich natürlich auch.
Nachdem ich die letzten Jahre total mit Comics und Geldnot beschäftigt war (später dann nicht mehr mit Geldnot, alles dank euch. DANKE!!), hatte ich im Januar die einzige Gitarre abgestaubt, die ich mit nach Berlin genommen habe und ganz wagemutig versucht, wieder drauf zu spielen.
Ich glaube, damit hatte ich hier auch gleich angegeben. Bin nicht ganz sicher, würde aber passen. Tja. Doch dann kam Covid und keiner wusste so wirklich, was das jetzt heißt und es folgten Klopapier-Kriege und im ganzen Tumult ist die Gitarre leider wieder eingestaubt. Das ist jedenfalls meine Ausrede. Viele erfolglose Musikschüler kennen das!
Inzwischen hab ich sie wieder vorgeholt, erneut entstaubt und mich tapfer durch die Fingerkuppen-Schmerzen der ersten paar Wochen gekämpft. Mal sehen, wie lange es dauert, bis sie erneut einstaubt.
Ach so, ich war übrigens nie besonders GUT im Musikmachen. Unter anderem, weil ich nie gescheit geübt und gleichzeitig 30 verschiedene Sachen auf einmal ausprobiert habe (Instrumente, schief singen, Songwriting, Recording, alles). Extrem chaotisch und etwas arg planlos.
Und JETZT… tja, jetzt hab ich eigentlich echt keine Zeit mehr für musikalische Hobbys. Aber ich versuche, mir jeden Tag ein BISSCHEN Zeit zu nehmen und die möglichst effektiv zu nutzen, um das alles wieder zu lernen und dann bitte auch weiter zu kommen.
Bin nicht sicher, ob ich in allen Punkten richtig liege, aber ich glaube, effektives Üben (nicht nur auf Musikinstrumente bezogen) geht ungefähr so:
- Immer auf die Grundlagen konzentrieren
- Viele, kurze Übungseinheiten in regelmäßigen Abständen, also nicht 1x die Woche 5 Stunden am Stück
- Alles in kleinen Abschnitten üben
- Alles zunächst gaaaaanz langsam üben
- Jeden Fehler sofort korrigieren
- Konzentriert bleiben und nichts üben, was zu leicht oder viel zu schwer ist
Joa, in diesem Sinne – entstaubt eure Instrumente! Oder eure Kurzhanteln. Oder eure Laufschuhe. Oder diesen einen Roman, den ihr schon ewig lesen wolltet. Oder euren Spanisch-Kurs auf 15 DVDs. Oder… eigentlich egal, was genau! Diesen Winter wird’s da draußen wohl eh keine tollen Veranstaltungen geben und ich denk, die Tage fühlen sich mit solchen Beschäftigungen besser an. ABER DAS IST AUCH KEIN RATSCHLAG, das ist nur mein Versuch, irgendwie ein Schlusswort für diesen Text zu finden.
So, Schluss. Schönen Abend! Und Schokomuffins.
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