Wenn der Text in einem Comic oder Cartoon etwas seltsam angeordnet ist (so wie hier), hat das übrigens nichts mit exzentrischen künstlerischen Vorlieben zu tun. Ich bemüh mich bloß, alles so zu arrangieren, dass es fast unmöglich ist, die Textblöcke in der falschen Reihenfolge zu lesen.
Ansonsten soll auch klar sein, wer was sagt, wo eine „Sprechblase“ endet und die nächste beginnt. Das ist der Hauptgrund, warum fast jeder Text bei mir so ein bisschen schief ist. So lassen sich einzelne Textblöcke besser unterscheiden.
Die Köpfe und Augen der Figuren sind so groß, damit sich Gesichtsausdrücke besser erkennen lassen, die Schrift muss groß genug sein, dass sich alles auch am Handy noch gut lesen lässt, ohne zu scrollen oder zu zoomen. Die Linien, die von den Figuren zum Text führen, sehen so zittrig aus, damit sie sich besser vom Rest der Zeichnung unterscheiden lassen und das „islieb“ steht immer da, wo es am wenigsten stört.
Generell versuche ich, keine unnötigen Objekte im Bild zu haben. Wenn irgendwo ne Sonne ist, hat die immer ne Funktion (meistens soll sie zeigen, dass sich alles draußen abspielt) und wenn ich z.B. „Natur“ im Comic brauche, würde ich die meistens so minimal wie möglich krakeln und 4 Grashalme zeichnen, sowas in der Art.
Joa, also – der ganze Stil der Comics hier hat sich größtenteils aus dem Versuch ergeben, alles so übersichtlich und leserlich wie möglich zu halten. Ich glaube, gerade im Internet und auf Social Media, wo alle mit so viel Zeug bombardiert werden, ist es so auch einladender, die Comics wirklich zu lesen, sobald sie in irgendeiner Timeline auftauchen. Falls Comics von mir manchmal sehr viel Text enthalten, merke ich schon deutlich, dass sie weniger Leute lesen. Kenne ich auch von mir selbst. Text im Internet strengt an.
Von daher danke, dass ihr diesen Text hier gelesen habt. Sehr lieb!
Guten Morgen 🙂
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